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Dr. med. Jürgen Fischer
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Das Grundprinzip der kinesiologischen Bewegungstherapie – einer angenehm vibrierenden Platte – verdanken wir der russischen Raumfahrt. Es wurde zur Muskelerhaltung der Kosmonauten eingesetzt. Mit Erfolg! Russische Wissenschaftler entwickelten das Vibrationstraining als Alternative zur fehlenden Schwerkraft. Dabei erzeugen sie mit Hilfe einer vibrierenden Platte Schwingungen, die auf den Körper bzw. die Muskulatur übertragen werden und eine reflexartige Muskelanspannung bewirken. Es kommt zu einer optimalen Durchblutung. Sehnen werden gedehnt und sogar tiefer liegende Muskeln wie Beckenboden-, Wirbelsäulen- und Gesichtsmuskulatur werden durch die reflexartige Aktivierung gestärkt.
Die Trainingsplatte vibriert 30 bis 50 Mal pro Sekunde, und es kommt so zu vielen nicht steuerbaren Muskelkontraktionen im Körper. Während der Benutzung kommt es zu einem sehr schnellen Wechsel zwischen Kontraktionen und Entspannung. Zusätzlich ist die Anzahl der beteiligten Muskelfasern deutlich höher als beim konventionellen Training.
Seit Urzeiten versuchen Menschen mit Hilfe von Krafttraining, stärker und gesünder zu werden. Durch die Erhöhung der Gewichte passt sich der Muskel an die Bedingungen an und wird stärker. Bei der kinesiologischen Bewegungstherapie wird der Faktor Geschwindigkeit anstatt des Gewichtes erhöht, mit einer folglich viel geringeren Belastung des passiven Bewegungsapparates. Lange, kraftraubende Übungseinheiten sind damit überflüssig.

Eines der Hauptprobleme im fortschreitenden Alter ist der Verlust der Knochendichte und damit das erhöhte Risiko des Knochenbruchs. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass sich mit der kinesiologischen Bewegungstherapie die Knochendichte erhöht und dass es zu einer Verbesserung der Kraftfähigkeit und des Gleichgewichtes kommt. Beim konventionellen Krafttraining hingegen reduziert sich die Knochendichte.
Eine Untersuchung der Universität Graz zeigte, dass der Zuwachs der Muskelkraft beim Training mit vibrierender Platte gegenüber dem konventionellen Training doppelt so hoch ist. Somit ist die kinesiologische Bewegungstherapie eine optimale Trainingsmethode für Rehabilitationsmaßnahmen.

Schon 10 Minuten kinesiologisches Bewegungstraining pro Einheit, 2 bis maximal 3 Mal wöchentlich, sind ausreichend, um persönlich angestrebte Ergebnisse zu erzielen. Unterschiedlichste Muskeln und Muskelgruppen können stimuliert werden, indem verschiedene Positionen auf der vibrierenden Platte eingenommen werden.
Das gesamte kinesiologische Therapieprogramm ermöglicht somit schnelle und sichtbare Resultate in beinahe allen Bereichen des Körpers.
Sollte eine der unten genannten Indikationen auf sie zutreffen, empfehlen wir die Rücksprache mit einem Arzt und eine vollständige Untersuchung, bevor Sie mit den Anwendungen beginnen. Sollten während der Nutzung gesundheitliche Beschwerden auftreten, ist die Anwendung sofort einzustellen und ärztlicher Rat einzuholen. Für weitere Informationen, eine persönliche Beratung und Hinweise für eine medizinische Untersuchung stehen wir gerne zur Verfügung.
Die Behandlungskosten werden derzeit nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Kassenpatienten, die ein kinesiologisches Bewegungstraining absolvieren möchten, müssen die Kosten dafür selbst tragen. Privat Versicherte bekommen in der Regel die Kosten der Behandlung erstattet.
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Prof. Dr. med. J. Fischer Dres. med. M. Dehos, T. Saltzer