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Dr. med. Thomas Saltzer



Botoxtherapie

Kopfschmerzen

Botulinumtoxin – das heilende Gift zur Behandlung von chronischen Kopfschmerzen

Etwa 75% aller Deutschen haben im Laufe ihres Lebens Kopfschmerzen. Wenn man Kopfschmerzen und immer kein wirksames Mittel dagegen – für viele Migräne-Patienten gehört dieser quälende Zustand zum Alltag.

Kopfschmerzen sind durchaus unterscheidbar, nicht jeder hat eine Migräne. Ca. 25% aller Kopfschmerz-Patienten leiden unter chronischen Spannungskopfschmerzen, eine über Kopfschmerzen, die von der HWS herrühren, wenige unter anderen Kopfschmerzformen. Seelische Belastungssituationen, Stress sowie monotone Fehlhaltungen sind heute wichtige Faktoren, die einen chronischen Kopfschmerz hervorrufen und aufrecht erhalten.

Der Spannungskopfschmerz und die Migraine cervicale (HWS-bedingte Migräne)

Gerade der Spannungskopfschmerz entsteht durch die Anspannung der Kopf- und Nackenmuskulatur, insbesondere bei wiederkehrenden Überlastungssituationen, Stresserlebnissen, Ängsten, Überforderung oder Fehlhaltungen. Häufig kommen zusätzliche Symptome wie Schwindel, Übelkeit, Abgespanntheit o.ä. hinzu. Hier ist eine schmerztherapeutische Versorgung dringend geboten. Kopfschmerzen können sich verselbstständigen. Vielfältige Methoden sind zur Behandlung des Spannungskopfschmerzes geeignet. Insbesondere bei chronischen Verläufen und sehr hartnäckigen Beschwerden versagen diese Behandlungen jedoch mittelfristig.

Überlicherweise wird dann zur Schmerztablette gegriffen. Hierdurch kann der Patient jedoch in einen Teufelskreis geraten, da eine chronische Einnahme von Schmerztabletten wiederum Kopfschmerzen hervorrufen kann. Hier ist eine Kombination von verschiedenen Behandlungen erforderlich.

Botox

Das heilende Gift

Bei Botulinumtoxinen handelt es sich eigentlich um eine giftige Substanz, die von Bakterien unter Luftabschluss gebildet wird. Früher fanden diese Bakterien in nicht optimal konservierten Lebensmitteln gute Wachstumsbedingungen.

Der Verzehr dieser Nahrungen führte zu einer Vergiftung, die als Botulismus bezeichnet wird. Mittlerweile ist es jedoch gelungen, diese Wirksubstanz in Reinform herzustellen und so fein zu dosieren, dass eine ungefährliche Anwendung in der Medizin möglich ist. So findet es z.B. in der Schönheitsbehandlung Anwendung, um bestimmte Muskelpartien zur Faltenglättung zu unterspritzen, z.B. Krähenfüße oder Stirnfalten. Darüber hinaus wird es häufig bei spastischen Lähmungen zur Verminderung der spastischen Muskelverkrampfungen eingesetzt. Spezielle Behandlungen mit Botulinumtoxin im Kopf- und Nackenbereich können zur Besserung und Beseitigung auch chronischer, lang dauernder, behandlungsresistenter Kopfschmerzen und Migräne führen.

Wann ist eine Behandlung angezeigt?

Die Botulinumtoxin-Behandlung ist angezeigt, wenn eine mehrmonatige chronische Kopfschmerzanamnese vorhanden ist. Es sollten andere Behandlungen wie Entspannungstherapie, Reizstrombehandlungen, Stressbewältigung o.ä. vorausgegangen sein. Bei diesen sogenannten behandlungsresistenten Erkrankungen ist eine Behandlung mit Botulinimtoxin indiziert.

Gehirn

Wie verläuft die Behandlung?

Die hochgereinigte Form des Botulinumtoxin wird in verdünnter Form in bestimmte Partien der Muskulatur im Bereich des Nackens, der Schulter oder der Stirn - bei Stirn-Kopfschmerzen auch im Bereich der Muskulatur der Stirn und Schläfe - gespritzt.

In eingehenden klinischen Untersuchungen konnte eine Verbesserung in bis zu 86% (!) der Fälle erreicht werden.


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Prof. Dr. med. J. Fischer Dres. med. M. Dehos, T. Saltzer