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Polynukleotid-Therapie

Injektionen mit Polynukleotiden

Wann behandelt man ein Gelenk mit Polynukleotiden?

Die medikamentöse Injektionstherapie mit Polynukleotiden im Rahmen der Arthrosebehandlung wird ähnlich den Einsatzmöglichkeiten der Hyaluronsäure bei allen Arthrosegraden zur Verbesserung der Viskoelastizität der Gelenkschmiere sowie zur Regeneration der Knorpelmasse eingesetzt. Insbesondere Patienten, die nicht mehr oder nur in geringem Maße auf eine Therapie mit Hyaluronen ansprechen, stellen die Hauptindikation zur Verwendung von Polynukleotiden dar.

Wie erklärt sich die Wirkung von Polynukleotiden?

Die Wirkweise der Polynukleotide (hochgereinigte physiologische Polynukleotide tierischen Ursprungs) erklärt sich aus ihrem dualen Funktionsprinzip. Zum einen kommt es zu einer Aktivierung von Adenosin-Rezeptoren für Regeneration, Differenzierung, Matrixbildung und zu einem antientzündlichen Effekt, zum anderen wird die Versorgung des Knorpels mit Nährstoffen und DNA-Bausteinen gesteigert. Somit stimulieren die Polynukleotide die Zellen zur Bildung gewebsspezifischer hyaliner Knorpelmatrix. Durch die Zufuhr von Desoxyribose, Basen und Phosphat wird die Viskosupplementierung der Gelenke verbessert, aber auch eine antientzündliche Wirkung erzielt. Die beschriebenen Effekte sind ähnlich wie bei der Hyaluronsäure temporär begrenzt. Langzeitstudien stehen noch aus.

Welche Effekte hat die Behandlung?

Wie verläuft die Injektionstherapie?

In der Regel werden Injektionsserien mit 3–6 Behandlungen für das arthrotische Gelenk durchgeführt. Die Behandlung erfolgt 1 mal pro Woche. Die Wirksamkeit der Behandlung wird im Rahmen einer Nachuntersuchung (6–8 Wochen nach Therapieabschluss) überprüft.

Bei begründeter Indikation und entsprechender klinischer Symptomatik ist die Injektionstherapie mit Polynukleotiden auch als Intervallbehandlung möglich, so dass in festgelegten Zeitfenstern (1x / 6 Wo, 1x / 3 Mo, 1x / 6 Mo) jeweils eine Injektion gegeben wird und somit eine kontinuierliche Viskosupplementierung der Gelenkschmiere ermöglicht wird.

Nebenwirkungen/Risiken

Unterschiede zur Hyaluronsäure

Kosten der Behandlung

Die Behandlungskosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen und müssen daher vom Patienten selbst als individuelle Gesundheitsleistung getragen werden. Die meisten privaten Krankenversicherer kommen für die anfallenden Therapiekosten in vollem Umfang auf.

Liebe Patientinnen, liebe Patienten!

Bitte beachten Sie, dass diese Information zur Injektionstherapie mit Polynukleotiden nur einen ersten Überblick über die gesamte Thematik geben und das Gespräch mit dem Arzt keinesfalls ersetzen kann. Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Sprechen Sie uns bitte an.

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