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Prof. Dr. med. Fischer



Diagnostik der Muskelfunktion mittels Oberflächen-Elektromyographie (EMG)

Unterer Rücken

Das EMG gehört zur Gruppe der neurophysiologischen Diagnoseverfahren in der Orthopädie. Es dient dazu, die natürlichen elektrischen Aktivitäten eines Muskels zu ermitteln. Durch Ableitung der Muskelaktivitäten erkennt der Untersucher, ob es sich bei einer Muskelschwäche um eine Erkrankung des Muskels oder der zuständigen Nerven handelt.

In Ruhe zeigen entspannte Muskeln normalerweise keinerlei elektrische Aktivität. Spannen sie sich nur ganz geringfügig an, entstehen elektrische Potentiale, die sich bei stärkeren Muskelaktivitäten vergrößern.

Das Oberflächen-EMG wird mittels Oberflächenelektroden abgeleitet. Dies ist ein völlig schmerzfreies Verfahren. Die Oberflächenelektroden werden ähnlich wie beim EKG auf die Haut geklebt. Hierdurch ist es möglich, den Zustand der Muskulatur in Ruhe sowie bei großer Anspannung aber auch in Bewegung zu dokumentieren. Verschiedene Krankheitsbilder sind durch muskuläre Verspannungen und hierdurch entstehende Schonhaltung des Körpers erkennbar.

Menschlicher Körper mit Muskeln

Mit dem EMG-Biofeedback  können diese bewusst gemacht und therapiert werden. Hierdurch wird z.B. bei Schulter-Nacken-Verspannungen eine Muskeltonussenkung bewirkt. Bereits nach der ersten Behandlung kann eine deutliche Entspannung nachgewiesen werden.

Das Oberflächen-EMG ist eine Selbstzahlerleistung und ist bestens geeignet, muskuläre Verspannungen sowie muskuläre Dysbalancen zu visualisieren. Hierdurch werden weitere Therapieansätze möglich.

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Prof. Dr. med. J. Fischer, Dres. med. M. Dehos, T. Saltzer